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Quelle:

Bundesfinanzhof
Art des Dokuments: Urteil
Datum: 27.07.2016
Aktenzeichen: I R 8/15

Vorinstanz:

FG Baden-Württemberg
Art des Dokuments: Urteil
Datum: 05.08.2014
Aktenzeichen: 6 K 24/13

Schlagzeile:

Verdeckte Gewinnausschüttung bei nicht kostendeckender teilweiser Vermietung eines Gebäudes an den Gesellschafter-Geschäftsführer

Schlagworte:

Einfamilienhaus, Erstattung, Gesellschafter-Geschäftsführer, Gewinnaufschlag, Körperschaftsteuer, Rendite, Verdeckte Gewinnausschüttung, Vermietung, vGA

Wichtig für:

GmbH-Gesellschafter

Kurzkommentar:

1. Ein ordentlicher und gewissenhafter Geschäftsleiter einer Kapitalgesellschaft wird nur dann bereit sein, die laufenden Aufwendungen für den Ankauf, den Ausbau und die Unterhaltung eines Einfamilienhauses zu (privaten) Wohnzwecken – also im privaten Interesse – eines Gesellschafters der Kapitalgesellschaft zu tragen, wenn der Gesellschaft diese Aufwendungen in voller Höhe erstattet werden und sie zudem einen angemessenen Gewinnaufschlag erhält (Bestätigung des Senatsurteils vom 17. November 2004, I R 56/03).

Eine Vermietung zu marktüblichen, aber nicht kostendeckenden Bedingungen würde er (ausnahmsweise) in Betracht ziehen, wenn er bezogen auf den jeweils zu beurteilenden Veranlagungszeitraum bereits von der Erzielbarkeit einer angemessenen Rendite ausgehen kann.

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2. Da sich der vorzunehmende Fremdvergleich (nur) auf das dem Gesellschafter konkret vermietete (Teil-)Grundstück bezieht, ist es unerheblich, ob dem Gesellschafter das Grundstück vollständig oder nur teilweise überlassen wird; auch kommt es nicht darauf an, ob die eigenbetriebliche Nutzung der Immobilie überwiegt.

KStG § 8 Abs. 1, Abs. 3 Satz 2
EStG § 4 Abs. 1 Satz 1, § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2

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