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Quelle:

Bundesfinanzhof
Art des Dokuments: Urteil
Datum: 24.07.2018
Aktenzeichen: I R 75/16

Vorinstanz:

FG München
Art des Dokuments: Urteil
Datum: 19.09.2016
Aktenzeichen: 7 K 1118/16

Schlagzeile:

Anwendbarkeit der Kapitalverkehrsfreiheit bei gesetzlicher Mindestbeteiligungsquote von 10 Prozent

Schlagworte:

Abzugsverbot, Betriebsausgaben, DBA-Indien, Doppelbesteuerung, Drittstaat, Kapitalverkehrsfreiheit, Körperschaftsteuer, Mindestbeteiligung, Niederlassungsfreiheit, Schachtelstrafe

Wichtig für:

Steuerberater

Kurzkommentar:

1. Das pauschale Betriebsausgaben-Abzugsverbot des § 8b Abs. 7 KStG 1999 (i.d.F. des Steuerbereinigungsgesetzes – StBereinG 1999) verstößt gegen die unionsrechtliche Grundfreiheit des freien Kapitalverkehrs nach Art. 56 EG (jetzt Art. 63 AEUV) und bleibt deswegen auch bei Drittstaatenbeteiligungen unanwendbar.

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2. § 8b Abs. 7 KStG 1999 (i.d.F. des StBereinG 1999) verlangt – i.V.m. Art. 23 Abs. 1 Buchst. A Satz 1 und 3 DBA-Indien 1995 als maßgebende Bezugsnorm – eine unmittelbare Beteiligung an einer in Indien ansässigen Gesellschaft von mindestens 10 Prozent der stimmberechtigten Anteile und damit eine Mindestbeteiligung, welche bei typisierender Betrachtung nicht geeignet ist, nach der Spruchpraxis des EuGH "einen sicheren Einfluss auf die Entscheidungen der Beteiligungsgesellschaft zu ermöglichen" (entgegen Senatsurteile vom 6. März 2013 I R 10/11 und vom 29. August 2012 I R 7/12).

KStG 1999 i.d.F. des StBereinG 1999 § 8b Abs. 5, § 8b Abs. 7
KStG 1999 i.d.F. des StSenkG § 34 Abs. 1a
DBA-Indien 1995 Art. 10 Abs. 3, Art. 23 Abs. 1 Buchst. a Satz 1 und 3
EG Art. 43, Art. 56
AEUV Art. 49, Art. 63
Richtlinie 90/435/EWG Art. 4 Abs. 2

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